Es gibt Momente in denen sich ein gestandener Redakteur Luft machen muss. Sei es weil jemand glaubt, die funktionierende Formel für den Weltfrieden gefunden zu haben, oder weil eine Firma den ultimativen Counter-Strike Nachfolger verspricht.

Noch im Jahr 2011 kündigte das allen Spielern bekannte Entwicklerstudio VALVe den softwaregewordenen Heilsbringer an. Als neuerster Spross einer langen Reihe von Betas und Vorgängerversionen soll Counter-Strike: Global Offensive nach der Vorstellung seiner Entwickler die in Klötzchengrafik-Fanatiker und Dauerfeuer-Akrobaten geteilte CS - Community vereinen und zu neuen Höhen führen.
Frei nach Tolkien soll CS:GO also folgendes sein*:
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Ein Spiel sie zu Einen,
Ein Spiel Sie in den Steam Store zu treiben,
Sie an den Nachfolger zu binden,
Im Land des Download-Contents,
wo Herr Reibach wohnt.
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Unwillkürlich schreie ich "Frodooo, wirf den verf*piep*ten Ring ins Feuer!", kann überhaupt irgendein Spiel derartige Anforderungen erfüllen? Ist es nicht eher so, dass die viel beschworene Fanbase einem permanenten Wandel unterworfen ist und sind es nicht andere, wichtigere Faktoren die Counter-Strike in all seinen Variationen zu dem gemacht haben was es heute ist?
Reisen wir in die dunkle Vergangenheit und betrachten wir ein Start Up wie es 1999 wohl einzigartig war. Die beiden Studenten Alex Garfield und Minh Le bastelten als Hobbyprojekt eine kostenlose Modifikation für das höchst erfolgreiche Spiel Half-Life. Grundlage war der Kampf von Terroristen gegen Polizeieinheiten, also ein Spielprinzip, welches jeder Mausschwinger schon aus Kindheitstagen unter dem Namen "Räuber und Gendarm" kannte. Die Eingängigkeit dieses Szenarios machte zusammen mit der kostenlosen Verfügbarkeit den Weg frei, für einen der erfolgreichsten Teamshooter.
Als erstes Fazit ist es also vor allem die Einfachheit des Spiels die den Erfolg ausmachte und noch immer ausmacht. Während nämlich der größte Publikumserfolg den beiden Varianten Counter-Strike 1.6 und Counter-Strike: Source vorbehalten war, entpuppte sich das von nicht weniger als vier verschiedenen Entwicklerstudios vermurkste und mit einem Eimer voller Vorschusslorbeeren bedachte Counter-Strike: Condition Zero als Rohrkrepierer. Das Hauptproblem dieser Version war nicht der fast ungeändert übernommene Multiplayer-Teil, den dieser erfreute sich durchaus einer gewissen Beliebtheit. Was bei vielen Fans für eine ordentliche Portion Stresspusteln sorgte war das fehlerbehaftete und in vielen Augen unnötige Einzelspieler - Drumherum, welches den Charakter des Spiels verwässerte.
Hört man sich jetzt die Kommentare der Beta-Spieler von CS:GO an, beschleicht einen tatsächlich dieses Samweis Gamdschie - Gefühl an den Lavaströmen des Schicksalsberges. Zum einen ist es der geplante und bei so vielen Entwicklerstudios heraufbeschworene Crossplay-Faktor. Konsolenspieler sollen zusammen mit den PC-Spielern spielen können. Wer jemals versucht hat einen Shooter nur mit Joypad und ohne Zielhilfe an einer der bekannten Spielkonsolen zu spielen, wird sich das Märtyrium der Konsoleros bildlich vorstellen können**. Zum anderen sind es Veränderungen an der Bedienung und Spielmechanik die das Gesamtwerk bekömmlicher für Konsoleros machen sollen. Beklagt wird von manchem Spieler da ein gewisses "Call of Duty - Gefühl". Das viel Erfahrung und Feingefühl erfordernde Recoil der Vorgänger weicht dem Motto "je mehr Kugeln, desto besser" und dudelnde Hintergrundmusik ist auch nicht gerade das Feature des Todes. Vollends in die Casual-Schiene schlägt die abgeschaltete Kollision mit den Mitspielern*** womit auch das beliebte Türmchen bauen und "hochboosten" sein Ende findet.
Mag es sein wie es will, man sollte sich verdeutlichen, dass es sich bei der aktuell spielbaren Version um eine Beta handelt, was bedeutet, dass sich bis zum finalen Release noch viele der angesprochenen Mechaniken und Features ändern können. Hier sollte VALVe über den eigenen Schatten springen und sich die zahlreichen, direkt von Pro-Spielern erhaltenen oder im eigenen Forum abgegebenen Verbesserungsvorschläge zu Herzen nehmen. Schliesslich wollen wir, die Spieler, wir die Online-Ligen und Szene-Seiten nur eines. Ein einfaches aber auch skillmäßig forderndes Spiel, welches wir im Wettbewerb gegeneinander spielen können, eben:
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Ein Spiel Sie zu Einen...
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Euer
Heuermeuer
* Damit dieser Satz seine volle Wirkung entfaltet, solltet ihr die Wohnung verdunkeln, nach Möglichkeit eine Fackel anzünden und ihn mit lauter, hallender Stimme vorlesen. Warum das nur im Dunkeln und nicht zum Beispiel an einem Sonntag Nachmittag in der Badewanne funktioniert, bleibt ein Geheimnis der Fantasy-Autoren. Da möchte man am liebsten den Stein der Weisen nach ihnen werfen.
** Wer diese Situation noch nicht erlebt hat, sollte jetzt seine dicken Ski-Fäustlinge oder Boxhandschuhe anziehen und damit versuchen die Freundin vollständig zu entkleiden. Es bleibt beim Versuch und das testosterongesteuerte Hochgefühl weicht gemeinem Spott und hilfloser Frustration.
*** Habt ihr jemals fünf panische Gegenspieler gesehen, die aufgrund diverser Granaten gleichzeitig versuchen durch eine Tür zu entkommen oder wart ihr selbst unter den Flüchtigen? Dann wisst ihr was ich meine...
** Wer diese Situation noch nicht erlebt hat, sollte jetzt seine dicken Ski-Fäustlinge oder Boxhandschuhe anziehen und damit versuchen die Freundin vollständig zu entkleiden. Es bleibt beim Versuch und das testosterongesteuerte Hochgefühl weicht gemeinem Spott und hilfloser Frustration.
:DDDD ich lachte so hart
man könnte die GO Maps auf Source übertragen, aber das reicht dann auch ^^
cs go macht zwar bock aber da muss noch viel verändert werden, so wie die beta momentan ist hätte ich keinen bock umzusteigen
Naja die eigentliche beta hat ja auch noch net wirklich begonnen ....